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WARUM ABGASE MESSEN?

Informationen zur Abgasmessung

ABGASMESSUNG AN STAPLERN (GASSTAPLER,DIESELSTAPLER) / FLURFÖRDERZEUGEN / BAUMASCHINEN

 

WARUM MÜSSEN ABGASE VON STAPLERN GEMESSEN WERDEN?

Bei dem Einsatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren entstehen giftige Abgase, die gesundheitsgefährdend sind.

Stapler bzw. Flurförderzeuge, die in ganz bzw. teilweise geschlossenen Räumen eingesetzt werden, unterliegen daher dem Arbeitsschutz und dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen in einer Halle betrieben werden.

 

WAS SIND DIE GESETZLICHEN GRUNDLAGEN?

Die verschiedenen Motorkonzepte (Dieselmotor, Benzinmotor, Gasmotor) emittieren unterschiedliche Schadstoffe und müssen daher auch unterschiedlich betrachtet werden.

 


 

STAPLER / FLURFÖRDERZEUGE - MOTOR: FLÜSSIGGAS / ERDGAS

Das Abgas dieser Verbrennungsmotoren enthält verschiedene schädliche Gase, jedoch müssen diese Motoren nur auf Kohlenmonoxid CO überprüft werden.

 

Definition: 

Kohlenmonoxid (Kurzform: CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses sowie giftiges Gas. Dieses Gas ist äußerst giftig, da es den Sauerstofftransport unterbindet. Eine Kohlenmonoxidvergiftung kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Siehe untenstehende Tabelle.  

CO KONZENTRATION       

INHALATIONSZEIT UND TOXISCHE SYMPTOMENTWICKLUNG

30 ppm         = 0,003%

AGW-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration bei 8h (Arbeitszeit)

200 ppm      = 0,02%

Leichte Kopfschmerzen innerhalb von 2-3 Stunden

400 ppm      = 0,04%

Kopfschmerz im Stirnbereich innerhalb von 1-2 Stunden, breitet sich innerhalb von 2,5 – 3,5 Stunden im ganzen Kopfbereich aus

800 ppm      = 0,08%

Schwindel, Übelkeit und Gliederzucken innerhalb von 45 Minuten. Bewusstlosigkeit innerhalb von 2 Stunden.

1600 ppm    = 0,16%

Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit innerhalb von 20 Minuten. Tod innerhalb von 2 Stunden.

3200 ppm    = 0,32%

Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit innerhalb von 5 – 10 Minuten. Tod innerhalb von 30 Minuten.

6400 ppm    = 0,64%

Kopfschmerz und Schwindel innerhalb von 1 – 2 Minuten. Tod innerhalb von 10 – 15 Minuten.

12800 ppm  = 1,28%

Tod innerhalb von 1 – 3 Minuten

 

BGV D34 – Unfallverhütungsvorschrift „Verwendung von Flüssiggas“ (AUSZUG)

§37 Fahrzeuge mit Flüssgas-Verbrennungsmotor (Auszug)

Absatz (2)

Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass der Schadstoff-Gehalt im Abgas wiederkehrend, mindestens jedoch halbjährlich, durch einen Sachkundigen geprüft und auf den erreichbaren niedrigsten Wert gebracht wird.

Durchführungsanweisungen zu § 37 Abs. 2:

Der erreichbar niedrigste Wert kann angenommen werden, wenn der CO-Gehalt 0,1 Vol.-% im Leerlauf bei betriebswarmem Motor nicht übersteigt.

 

ZUSAMMENFASSUNG

  • Halbjährliche Abgasüberprüfung des CO Kohlenmonoxidgehaltes und Einstellung auf < 0.1 Vol%
  • Erstellung Prüfnachweis

 

WELCHE IM GmbH PRODUKTE HELFEN IHNEN WEITER?

 


 

STAPLER / FLURFÖRDERZEUGE - MOTOR: DIESEL

Das Abgas dieser Verbrennungsmotoren enthält verschiedene schädliche Gase, jedoch enthält das Abgas eines Dieselmotors auch viele Rußpartikel, die gemessen bzw. überprüft werden müssen.

 

Definition:

Ruß tritt bei Verbrennungsvorgängen als unerwünschtes Produkt auf und enthält ölige Produkte aus unvollständiger Verbrennung. Solcher Ruß ist krebsgefährdend! 

 

TRGS 554  – Abgase von Dieselmotoren (Auszüge)

  • Gilt für Tätigkeiten in Arbeitsbereichen (ganz oder teilweise geschlossene Räume), in denen Abgase von Dieselmotoren in der Luft an Arbeitsplätzen auftreten können.
  • Es dürfen nur Diesel-Stapler in diesen Arbeitsbereichen eingesetzt werden, die mit einem Dieselpartikelfilter (DPF) System ausgestattet sind, das eine dauerhafte Abscheiderate von mehr als 90% gewährleistet.
  • Die Abgasemission der vom Arbeitgeber in ganz oder teilweise geschlossenen Arbeitsbereichen eingesetzten Dieselmotoren ist entsprechend den Festlegungen der Anlage 3 zu überwachen. 
  • Anlage 3 – Wartungskonzept, Abgasmessung
    • Der Motorzustand ist nach spätestens 1500 Betriebsstunden,  mindestens jedoch jährlich, durch Messungen im unverdünnten Abgas des Dieselmotors in reproduzierbaren Betriebszuständen, z. B. oberer Leerlauf die Schwärzungszahl durch einen Fachkundigen zu ermitteln.
    • Um eine Bewertung des ausgestoßenen Rußes durchführen zu können wurde eine sog. Schwärzungszahl eingeführt.
    • Die Schwärzungszahl ist ein Maß für die Rußemission eines Dieselmotors, gemessen mit einem auf Filterbasis arbeitenden Messgerät. Der im Abgas enthaltene Ruß schwärzt das Filterpapier. Die Schwärzungszahl wird durch Messung der optischen Reflexion des geschwärzten Filters im Vergleich mit einem sauberen Filter bestimmt und als Schwärzungszahl ausgedrückt  

 

ZUSAMMENFASSUNG

  • Jährliche bzw.  spätestens nach 1500 Betriebsstunden durchzuführende Abgasmessung gemäß des Wartungskonzeptes. 
  • Die Abgasmessung kann erst nach einer Motorwartung durchgeführt werden
  • Erstellung Prüfnachweis

 

WELCHE IM GmbH PRODUKTE HELFEN IHNEN WEITER?

 


 

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